Zwischen Dankbarkeit und Ungewissheit

Zwischen Dankbarkeit und Ungewissheit

Das alte Jahr ist vorbei.
Und obwohl ein neues beginnt, fühlt es sich nicht automatisch leicht an.

Ich merke gerade, wie viel gleichzeitig in mir passiert:
Ich bin aufgeregt – weil da Möglichkeiten sind. Weil ich spüre, dass etwas wachsen kann.
Und ich habe Angst – vor dem, was kommt. Vor dem Tempo. Vor den Fragen, die man nicht planen kann. Vor dem Gedanken, dass ich vielleicht nicht „genug“ bin für das, was ich mir wünsche.

Neujahr hat immer so eine komische Energie.
Alle reden von Neustart, von Zielen, von „dieses Jahr wird alles anders“.
Aber ehrlich? Ich fühle vor allem: Ungewissheit.

Und die ist nicht schlimm – sie ist nur laut.
Ungewissheit macht den Kopf voll. Sie macht aus kleinen Dingen große. Sie lässt einen überlegen, ob man alles richtig macht, ob man die richtigen Entscheidungen trifft, ob man am Ende wirklich da ankommt, wo man hinwill.

Ich weiß, dass ich nicht alles kontrollieren kann.
Und genau das ist der Punkt, der mir manchmal Angst macht.

Aber trotz dieser Angst gibt es etwas, das stärker ist:
Dankbarkeit.

Dankbarkeit für das, was überhaupt schon da ist.
Für die Menschen, die mich begleiten – still oder sichtbar. Für jedes liebe Wort, jede Nachricht, jeden kleinen Moment, der zeigt: Du bist nicht alleine damit.

Meine Community bedeutet mir mehr, als ich manchmal in Worte fassen kann.
Weil es nicht nur um „Support“ geht. Es geht um dieses Gefühl, dass da Menschen sind, die meine Arbeit sehen. Mich sehen. Und mir das Gefühl geben, dass ich nicht komplett ins Leere laufe.

Und ja – ich freue mich über jede Unterstützung.
Aber noch mehr freue ich mich über die Verbindung dahinter.
Dieses: Ich bin hier. Ich lese mit. Ich bleibe.

Das ist nicht selbstverständlich.
Gerade nicht in einer Welt, die so schnell ist, so laut, so voll.

Ich gehe also in dieses neue Jahr mit gemischten Gefühlen – und ich finde, das darf so sein.
Man muss nicht nur „motiviert“ sein. Man darf auch unsicher sein. Man darf auch Angst haben. Man darf gleichzeitig Hoffnung und Zweifel tragen.

Ich wünsche mir für dieses Jahr nicht Perfektion.
Ich wünsche mir nicht, alles sofort zu wissen.
Ich wünsche mir nur, dass ich weitergehen kann – Schritt für Schritt. Echt. Ohne mich zu verbiegen.

Vielleicht wird dieses Jahr chaotisch.
Vielleicht wird es wunderschön.
Vielleicht wird es beides.

Aber ich bin hier.
Und ich bin dankbar, dass ihr auch hier seid.

Danke für eure Treue.
Danke für eure Geduld.
Danke für eure Wärme.
Und danke, dass ihr mein kleines Projekt nicht nur anschaut, sondern mittragt.

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